Archive for the ‘Equipment’ Category

Kein Schmuckstück

Friday, September 28th, 2007

Nein, ein Schmuckstück ist er wirklich nicht, unser fertiger Leiterdolly. Aber dafür funktioniert er, und darauf kommt’s ja an.

DIY Holzdolly

Wie schon erwähnt hat unser ursprünglicher Plan, den Dolly aus massivem Stahl schweißen zu lassen nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Schweißer hatte wohl spontan keine Zeit mehr und hat deshalb am Abend vorher schonmal mit den falschen Maßen (zu schmal) einen Rahmen angefertigt.

So mussten wir kurzfristig umdisponieren und haben uns für eine Tischlerplatte entschieden, die wir mit Inline-Rollen bestückt haben. Mit den für unsere Zwecke eigentlich überdimensionierten Kugellagern (und dann auch noch pro Achse zwei Stück) läuft die Kiste aber richtig rund. Das kniffeligste an der Sache war den vertikalen Abstand zwischen den Laufrollen und den Führungsrollen richtig zu justieren. Zu wenig und der Dolly entgleist; zu viel und die Führungsrollen bleiben an den Außenseiten der Sprossen hängen. Mit ein paar Beilagscheiben an den richtigen Stellen haben wir das aber ganz gut hinbekommen.

Auf der Oberseite - man sieht’s hier im Bild etwas schlecht - sind an ausgesuchten Stellen nochmal Holzleisten angebracht, an denen ein Stativ abgestützt werden kann. So bekommen wir etwas Abstand vom Boden und eine Schwenkmöglichkeit, wenn wir wollen.

So langsam wird’s ernst…

Thursday, September 27th, 2007

Wir haben heute die Telefonnummer des Wachdienstes bekommen, der am Sonntag auf die Location aufpaßt. Ein Mitarbeiter soll uns die Steckdosen im Außenbereich aufsperren - spätestens mit dieser Meldung steigt mein Blutdruck jetzt langsam. ;-)

Heute ging’s vollends mit den Vorboten des Drehtages los: Wir haben einen richtig großen Sachtler-Stativkopf mit Stativ bekommen - das brauchen wir als Basis für den Kran. Überraschenderweise sind uns dank Michelangelo (sehr gut gemacht!) bei der Gelegenheit auch noch drei 2kW-Arri-Scheinwerfer inklusive Tageslichfolien und Stative in’s Haus geflattert. Morgen Abend holen wir noch ein wenig Equipment von einem Vermieter ab: Eine Filmklappe (ja, die brauchen wir wirklich), XLR-Kabel, ein Richtmikro mit Windschutz und ein Steadycam-System mit Weste. Am Samstag kommt die zweite Z1 mit Zubehör und einem Stativ von Imbissfilm! Warum ich das Stativ so betone verrat ich später mal bei Gelegenheit…

Auch der Dolly funktioniert schon recht passabel, auch, wenn das mit dem Schweißen ein ziemlicher Reinfall war. Wir sind auf Holz als Basis ausgewichen. Bilder folgen, sobald’s wieder hell ist.

Die Wettervorhersage ist sich auch treu geblieben, somit halten wir als Drehtermin diesen Sonntag fest.

Phil arbeitet gerade noch an den Feinheiten des Drehplans. Ich glaub - um’s höflich zu formulieren - das macht ihm gerade nicht so viel Spaß. Aber dazu schreibt er selbst vielleicht noch ein paar Worte…

Die Kamera ist da!

Tuesday, September 25th, 2007

Nach ein paar kleinen organisatorischen Schwierigkeiten haben wir heute die Kamera bekommen. Und was sehen meine Augen da nettes? Sony packt sogar noch einen Weitwinkelvorsatz dazu. Ich glaub zwar nicht, dass wir den für unseren Dreh jetzt tatsächlich brauchen, aber es ist sicher nicht verkehrt, sowas dabei zu haben…

Lieferung Z1 und Zubehör

Auch, wenn das Stativ zwar noch nachgeliefert wird dürfen sich die andern Teams schon jetzt mal freuen: Das Stativ sieht auf den Fotos, die ich gefunden hab mal richtig solide aus und hat eine integrierte Hinterkamerabedienung - fett! Das einzige, was wir an Equipment jetzt noch auftreiben müssen ist ein langes XLR-Kabel für unser anderweitig gemietetes Super-Richtmikro. An unserer Location ist es verkehrstechnisch auch an Sonntagen (insbesondere an unserem Drehsonntag) nicht so leise, als dass wir den Ton aus einigen Metern Entfernung noch mitnehmen könnten, deswegen müssen wir da einfach noch näher ran.

Was die Teams wissen sollten, die die Kamera nach uns bekommen: Zum Standardzubehör der Z1 gehört kein FireWire-Kabel. Um das aufgezeichnete Material auf den Rechner zu spielen braucht ihr also selbst eins - zumindest wenn wir unsers nicht in der Packung vergessen und aus versehen mitschicken… ;-)

Der Kran, dein Freund und Helfer

Saturday, September 22nd, 2007

In dem Studentenwohnheim, in dem ich wohne, ist ein sehr engagierter Mediendesigner, der mit seinen Kollegen für ein Filmprojekt extra einen Kran gebaut hat. Glücklicher Weise versteh ich mich mit ihm sehr gut und schon haben wir einen Kran für unseren Film.

Kamerakran.jpg

Der Kran hat eine überaus ausreichende Länge, wie man in dem linken Bild sehen kann. Darüber hinaus verschafft die präzise Bauweise nicht nur die gewünschte Einstellung der Kameraneigung, dank der verstellbaren Drahtseile (Bild rechts unten), sondern gelingt dadurch auch noch eine völlig saubere, ruckelfreie Kamerafahrt.

Dies wurde durch den Stift-Test belegt, bei dem ein Stift, auf der Kappe stehend, trotz mittelmäßiger Geschwindigkeit und Veränderung der Kamerafahrt in der Horizontalen, sowie in der Vertikalen nicht umfiel. Der Stift ist bei ganz genauem Hinschauen im linken Bild zu sehen und das rechte obere Bild zeigt den Stift, nach der Absenkung des Krans, immer noch stehend. Also eine sehr gute Arbeit von den Kollegen.

Wir freuen uns schon auf den Dreh mit so einem netten Spielzeug.

Wir baun uns einen Dolly

Wednesday, September 19th, 2007

Ja, richtig gelesen: Wir basteln uns einen Dolly selbst. Die Idee hab ich irgendwann mal im Internet aufgeschnappt: Man nehme eine handelsübliche Leiter, setze einen durch Inlineskate-Rollen geführten Wagen darauf und schon hat man die Grundlage für butterweiche Fahrten. Wenn man das ganze stabil machen will kommt man wohl um einen Schweißer nicht herum, da hat Phil aber glücklicherweise jemanden an der Hand, der uns das kostengünstig am kommenden Wochenende macht.

Visualisierung Leiterdolly

Der obere Rahmen wird etwa 50cm × 50cm groß werden. Die Achsen der oben aufliegenden Rollen werden auf beiden Seiten von einem Stahlgerüst unterstützt, da sie das Gewicht tragen, während die seitlichen Rollen nur der Führung dienen und keiner großen Last ausgesetzt sind. Die Spurweite kann durch Langlöcher eingestellt werden, während die exakte Höhe einer Rolle durch Beilagscheiben zwischen Radaufhängung und Rahmen justiert werden kann.

Zwar haben wir kein maßstabsgetreues Modell gezeichnet, aber den Aufbau des Dollys haben wir trotzdem grob visualisiert; die Maße ergeben sich dann sowieso aus der Anwendung; wir verzichten also auf eine ausführliche Konstruktionszeichnung.