Drehbuch
Friday, September 28th, 2007Das finale Drehbuch ist fertig. Wir möchten es hier zum Download bereitstellen in der Hoffnung, dass vielleicht irgendwann ein talentierter Nachwuchsfilmemacher mal etwas damit anfangen kann…
Das finale Drehbuch ist fertig. Wir möchten es hier zum Download bereitstellen in der Hoffnung, dass vielleicht irgendwann ein talentierter Nachwuchsfilmemacher mal etwas damit anfangen kann…
Diese Requisite haben wir zwar schon seit geraumer Zeit, trotzdem will ich die Uhr des Zeitverkäufers jetzt mal vorstellen:

Es ist eine alte Taschenuhr meines Großvaters. Sie ist zwar auch bei ihm nicht mehr in Verwendung, funktioniert aber tadellos, wenn sie aufgezogen ist.
Was der Zeitverkäufer damit macht und wozu er sie braucht wird vorerst nicht verraten, das würde die Pointe der Story vorwegnehmen.
Nein, ein Schmuckstück ist er wirklich nicht, unser fertiger Leiterdolly. Aber dafür funktioniert er, und darauf kommt’s ja an.

Wie schon erwähnt hat unser ursprünglicher Plan, den Dolly aus massivem Stahl schweißen zu lassen nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Schweißer hatte wohl spontan keine Zeit mehr und hat deshalb am Abend vorher schonmal mit den falschen Maßen (zu schmal) einen Rahmen angefertigt.
So mussten wir kurzfristig umdisponieren und haben uns für eine Tischlerplatte entschieden, die wir mit Inline-Rollen bestückt haben. Mit den für unsere Zwecke eigentlich überdimensionierten Kugellagern (und dann auch noch pro Achse zwei Stück) läuft die Kiste aber richtig rund. Das kniffeligste an der Sache war den vertikalen Abstand zwischen den Laufrollen und den Führungsrollen richtig zu justieren. Zu wenig und der Dolly entgleist; zu viel und die Führungsrollen bleiben an den Außenseiten der Sprossen hängen. Mit ein paar Beilagscheiben an den richtigen Stellen haben wir das aber ganz gut hinbekommen.
Auf der Oberseite - man sieht’s hier im Bild etwas schlecht - sind an ausgesuchten Stellen nochmal Holzleisten angebracht, an denen ein Stativ abgestützt werden kann. So bekommen wir etwas Abstand vom Boden und eine Schwenkmöglichkeit, wenn wir wollen.
Ich will allen Statisten hiermit im Vorfeld nochmal einen großen Dank aussprechen. Ich hoffe, dass euch nicht nur unser Catering über den langen Tag bringt, sondern dass ihr auch gefallen an der gesamten Prokuktion haben werdet. Wir wissen es natürlich zu schätzen, einen ganzen Sonntag für uns zu opfern und auf Abruf bereit zu stehen.
Andererseits könnt ihr natürlich auch total stolz sein, in so einem großartigen Filmprojekt mitwirken zu können und euch für die Nachwelt (Enkelkinder) zu verewigen - ihr seid ja schließlich gezielt ausgewählt worden und werdet somit auch im Abspann erwähnt ![]()
Wir haben heute die Telefonnummer des Wachdienstes bekommen, der am Sonntag auf die Location aufpaßt. Ein Mitarbeiter soll uns die Steckdosen im Außenbereich aufsperren - spätestens mit dieser Meldung steigt mein Blutdruck jetzt langsam.
Heute ging’s vollends mit den Vorboten des Drehtages los: Wir haben einen richtig großen Sachtler-Stativkopf mit Stativ bekommen - das brauchen wir als Basis für den Kran. Überraschenderweise sind uns dank Michelangelo (sehr gut gemacht!) bei der Gelegenheit auch noch drei 2kW-Arri-Scheinwerfer inklusive Tageslichfolien und Stative in’s Haus geflattert. Morgen Abend holen wir noch ein wenig Equipment von einem Vermieter ab: Eine Filmklappe (ja, die brauchen wir wirklich), XLR-Kabel, ein Richtmikro mit Windschutz und ein Steadycam-System mit Weste. Am Samstag kommt die zweite Z1 mit Zubehör und einem Stativ von Imbissfilm! Warum ich das Stativ so betone verrat ich später mal bei Gelegenheit…
Auch der Dolly funktioniert schon recht passabel, auch, wenn das mit dem Schweißen ein ziemlicher Reinfall war. Wir sind auf Holz als Basis ausgewichen. Bilder folgen, sobald’s wieder hell ist.
Die Wettervorhersage ist sich auch treu geblieben, somit halten wir als Drehtermin diesen Sonntag fest.
Phil arbeitet gerade noch an den Feinheiten des Drehplans. Ich glaub - um’s höflich zu formulieren - das macht ihm gerade nicht so viel Spaß. Aber dazu schreibt er selbst vielleicht noch ein paar Worte…
Nach ein paar kleinen organisatorischen Schwierigkeiten haben wir heute die Kamera bekommen. Und was sehen meine Augen da nettes? Sony packt sogar noch einen Weitwinkelvorsatz dazu. Ich glaub zwar nicht, dass wir den für unseren Dreh jetzt tatsächlich brauchen, aber es ist sicher nicht verkehrt, sowas dabei zu haben…

Auch, wenn das Stativ zwar noch nachgeliefert wird dürfen sich die andern Teams schon jetzt mal freuen: Das Stativ sieht auf den Fotos, die ich gefunden hab mal richtig solide aus und hat eine integrierte Hinterkamerabedienung - fett! Das einzige, was wir an Equipment jetzt noch auftreiben müssen ist ein langes XLR-Kabel für unser anderweitig gemietetes Super-Richtmikro. An unserer Location ist es verkehrstechnisch auch an Sonntagen (insbesondere an unserem Drehsonntag) nicht so leise, als dass wir den Ton aus einigen Metern Entfernung noch mitnehmen könnten, deswegen müssen wir da einfach noch näher ran.
Was die Teams wissen sollten, die die Kamera nach uns bekommen: Zum Standardzubehör der Z1 gehört kein FireWire-Kabel. Um das aufgezeichnete Material auf den Rechner zu spielen braucht ihr also selbst eins - zumindest wenn wir unsers nicht in der Packung vergessen und aus versehen mitschicken… ![]()
So nachdem sich unser Blog ja stetig mit Inhalt füllt, kommt jetzt auch endlich mal was von mir - besser spät als nie sag ich da mal pauschal.
Philipp heiß ich, komm eigentlich aus Stuggi-Buggi-BenzTown baby – zumindest aus der Nähe und studier auch Medientechnik wie die zweibeiden anderen.
Filme machen ist das Ding, was ich gern auch später für Brot und Wasser tun würde - bin nicht so der Fan vom Großraumbüro.
Mehr wann anders… Glück auf und olé olé…